Transfer von immateriellem Vermögen
social networks Mai 20th, 2007
Die zentrale Frage, die ich mir im Zuge meiner Arbeit und einiger anderer projektbezogener Zusammenarbeiten gerade stelle ist: Wie kann eine bereichsübergreifene Netzwerkbildung kultiviert werden?
Insbesonders im KMU-Umfeld haben sich im Laufe der Jahre gewachsene Strukturen eingestellt, die als bewährte Technik mit hohem Nutzwert gelten, buchhalterisch abgeschrieben sind und heute neu hinterfragt werden sollten. Besonders das Können und Wissen der Belegschaft machen neben Patent- und Lizenzrechten, Datenbankwissen, Projekt-Know-How usw. in dieser Betrachtung den wahren Wert des Unternehmens aus. Eine teilweise Systemumstellung bzw. Erweiterung wird durch die heutzutage vorhandenen Techniken grundsätzlich möglich.
Den Wandel, den ich beobachte und hinterfrage, beschäftigt sich mit der Arbeit in kleinen, zeitlich limitierten, unter Umständen ortsunabhängigen Projektteams. Um in dieser Zusammenarbeit die Wertschöpfungsprozesse zu verbessern, ergeben sich gerade für KMU´s besondere Anforderungen an die Einführung von neuer Collaborationstechnik. Jedoch möchte hier jetzt nicht die Vorteile und Nachteile eines Einsatzes von Wikis oder Blogs diskutieren, obwohl diese Art von Technik damit von mir gemeint ist.
Die grundsätzlichen Anforderungen an solche "zielgruppenspezifische Navigationskonzepte" wären: * günstig, * leicht zu bedienen, * Wissen dauerhaft und suchbar zu speichern, * geringer Einarbeitungsaufwand, * Geschäftsleitung soll nur minimal beansprucht werden, * Unternehmenskultur der offenen Kommunikation, * positive Einstellung zum informellen Wettbewerb, welcher den Informationsaustausch und die Transparenz in projektbezogenem Wissen fördert;
Um nun den Einsatz dieser "zielgruppenspezifischen Navigationskonzepte" abzuwägen, fällt auf, dass für so ein Wissensmanagement ein multikompetentes Beraterteam notwendig wäre. Berater zu sein ist nicht leicht, schwieriger noch in mittelständischer Umgebung, wo rasche, konkrete, kostengünstige, und zählbare Ergebnissse erwartet werden. Dem ganzheitlichen Ansatz wird dabei in der Theorie meist ein hoher Stellenwert eingeräumt. Konkret wäre noch das Gestaltungsmodell des "wissensorientierten Finanzmanagements" zu erwähnen, welche die monetäre Bewertung immaterieller Werte erlaubt.
Die nun abzuleitenden Maßnahmen, die mich persönlich ansprechen, betreffen die Optimierung von Workflows im Projektmanagement. Wie könnten Deadlines, Fristen, Dokumente, Downloads, Fortschrittsberichte, Protokolle, Agenden u.v.a.m. neu struktriert abgelegt, gepostet, verwaltet, gefunden und transferiert werden, um die Wertschöpfung und die Beteiligung der involiverten Personen zu erhöhen.
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