Entfremdet…
mayhem, counterculture, ethics Mai 14th, 2007
...also ausgeliefert, fühlt sich dagegen, wer hofft, alles könnte so bleiben, wie es ist - schlimmer noch, hofft, es könnte wieder werden wie früher! Das ist in unruhiger Zeit ein durchaus menschlicher Impuls und doch nicht ganz der richtige Weg. Niemand habe Anspruch darauf, im Wagen sitzen zu bleiben, wenn er nicht versuche, sein Schicksal in die Hand zu nehmen, stellt Wolf Lotter mit Blick auf die Entfremdung vor allem in Großunternehmen fest: "Der Fachbegriff aus dem Straßenverkehr dafür lautet nicht: bremsen. Er lautet: lenken." Wir haben uns eingerichtet in einer Welt, die uns ständig überfordert, wir passen uns an, versuchen mitzukommen. Das das im Unternehmensalltag nicht einfach ist, haben wir uns schon gedacht. Wie schwer es aber ist, eine bremsende Organisation zu lenken - das zeigt sich in kaum einem Unternehmen so plastisch wie in der guten alten Siemens AG. 160 Jahre Erfolgsgeschichte sind so wenig wegzudenken wie Korruptionsskandale und die wachsende Entfremdung zwischen Belegschaft und Management. Die Welt wird fremd, wenn sie sich ändert. Die Welt wird noch fremder, wenn alles wird, wie es vor 100 Jahren war. Die gute Nachricht ist, dass sich der Mensch, das anpassungsfähige Wesen, an beides gewöhnen könnte. Die bessere Nachricht: Wir können uns auch daran gewöhnen, dass es besser wird als gestern. (zit. nach Gabriele Fischer, Chefredakteurin brand eins)
Die April-Ausgabe des Wirtschaftsmagazins "brand eins" widmete sich dem Thema "Entfremdung". So dann und wann besorg ich mir die gedruckte Ausgabe. Ins Auge gesprungen ist mir damals beim Kauf das Titelbild "Hunters" von Banksy ("Meister der subversiven Infiltration" aller konventionellen Medien und Kunstinstitutionen). Anlass für die Anführung hier im Blog waren einerseits auch Gefühle der Entfremdung und weiters einige Gedanken zur Umsetzung des Project-Blogs, welcher schon in den Startlöchern steht. Bei dieser Umsetzung geht es ja darum, die Zeit auf etwas zu verwenden, das die Arbeit erleichtert! Nicht in vermeintlich bessere Zeiten zurückzudenken, sondern begreifen und nach vorne denken.
...also ausgeliefert, fühlt sich dagegen, wer hofft, alles könnte so bleiben, wie es ist - schlimmer noch, hofft, es könnte wieder werden wie früher! Das ist in unruhiger Zeit ein durchaus menschlicher Impuls und doch nicht ganz der richtige Weg. Niemand habe Anspruch darauf, im Wagen sitzen zu bleiben, wenn er nicht versuche, sein Schicksal in die Hand zu nehmen, stellt
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